Einen Wein dekantieren â€
© dandeluca

Das Dekantieren ist ein sehr behutsames Umfüllen von Wein aus einer Flasche in eine spezielle Glaskaraffe. Ob dies ein Ritual ist oder tatsächlich den Geschmack beeinflusst, das wird jeder anders sehen. Bei älteren Rotweinen ist man sich jedoch einig, dass das Dekantieren sehr wichtig ist, denn während der jahrelangen Lagerung hat sich sehr oft ein sogenanntes Depot in der Flasche abgesetzt, das dann direkt in das Glas gelangen könnte. Hier handelt es sich nicht nur um ein Ritual, sondern um eine Notewendigkeit. Bei normalen Weinen sieht das etwas anders aus, sicher macht auch hier das Dekantieren eines Weines einen schönen Eindruck am Tisch, aber es gibt auch einige Vorteile dabei. Bei den jungen und oft sehr ungestümen Weinen kann es passieren, dass diese recht kantig schmecken. Durch das Dekantieren wird der Geschmack des Weins weicher und auch viel intensiver. Wenn man alte Rotweine dekantiert, dann sollte man eine Karaffe verwenden, die eine sogenannte Entenform hat, also einen relativ schmalen Hals und einen kleinen Bauch.
Das hat den Vorteil, dass der Wein keinen großen Kontakt zum Sauerstoff haben, und so ist es auch nicht möglich, dass der Wein ermüdet. Man sollte den Wein mit einer ruhigen Hand in die Karaffe fließen lassen, um den fließenden Wein besser beobachten zu können, kann man auch eine Kerze danebenstellen. So kann man auch kontrollieren, ob das Depot mit hinausfließt. Junge schwere Rotweine sollte man zwei bis drei Stunden vor dem Ausschenken dekantieren. Eine Karaffe mit einem großen Durchmesser und einem langen Hals eignet sich hier am besten, denn so wird der Wein bereist in der Karaffe leicht verwirbelt. Zudem hat er auch einen großen Kontakt zur Luft, so dass die Tannine reifen können. Allgemein brauchen einfache Rotweine oder Weißweine aber nicht unbedingt dekantiert werden.