
Viele Weine sollten ja nicht unbedingt gekühlt werden. Etwas anders sieht das im Sommer aus. Wer ein Weinthermometer sein Eigentum nennt, der sollte im Sommer einmal messen, wie warm sein Wein ist, wenn er ihn trinkt. In den meisten Fällen wird der Weintrinker feststellen, dass sein Lieblingswein zu warm ist. Wenn der Wein zu warm ist, dann kann das dazu führen, dass sowohl die Süße als auch die Säure etwas stärker hervortreten kann. Wenn ein Wein sehr alkoholreich ist, dann kann er auch schon einmal eine sogenannte "sprittige" Note erhalten. So stellt sich beispielsweise bei einem Rotwein schon einmal der Eindruck ein, den man bei einem Essen hat, da einfach zuviel Gewürz enthält. Auch ein eventueller Korkgeschmack kommt bei einer gewissen Wärme viel stärker zum Vorschein. Und im Sommer ist es so, dass der Wein bereits beim Einschenken um ein bis zwei Grad erwärmt wird. Daher sollte der Wein lieber etwas kälter als zu warm ausgeschenkt werden. Den Wein kühlen ist da wohl die beste Alternative.
Junge und frische Weißweine können sogar entgegen allen Warnungen in der Kühltruhe heruntergekühlt werden. Wenn die Weine allerdings höherwertiger sind, dann sollte der Kühlschrank zum Einsatz kommen. Weißwein sollte nicht unter 5 Grad und Rotwein nicht unter 8-10 Grad heruntergekühlt werden. Wer seinen Wein im Garten oder auf dem Balkon kühl halten möchte, der nimmt einen mit Eis gefüllten Weinkühler. Auch ein Weinkühler aus Ton kommt immer öfter auf den Tisch. Hier sollte man aber beachten, dass der Tonkühler nur eine kühlende Wirkung haben kann, wenn er vorher zwanzig bis dreißig Minuten im Wasserbad war. Welche Temperatur dieses Wasser hat ist eigentlich egal, der gewünschte Effekt der Kühlung entsteht durch die Verdunstungskälte.